Um was geht es?

Die Beratungsstelle Gewalt unterstützt ratsuchende Personen bei allen Fragen im Zusammenhang mit Gewalt. Die Zusammenarbeit ist freiwillig. Das Wichtigste ist, dass die ratsuchenden Personen sich mit ihrer Situation auseinandersetzen. Bei Bedarf kann für eine Beratung eine dolmetschende Person hinzugezogen werden. Diese wird von der Beratungsstelle finanziert.

Die Beratung wird durch Personen ausgeführt, die über eine soziale oder psychologische Grundausbildung verfügen. Sie haben eine Weiterbildung im Bereich Gewaltberatung absolviert und bilden sich laufend weiter.

Die Beratungsdauer ist unterschiedlich – je nach Bedürfnis der ratsuchenden Person:

  • Für eine Vermittlung an eine andere Fachstelle reichen ein bis zwei Besprechungen.
  • Bei der Durchführung einer nachhaltigen Gewaltberatung braucht es ca. 25 Beratungsgespräche.
  • Bei einer Gewaltberatung finden zu Beginn wöchentliche Gespräche statt, in einer zweiten Phase alle zwei Wochen. Die ratsuchenden Personen arbeiten freiwillig mit der Beratungsstelle Gewalt zusammen. Im Idealfall wird die Zusammenarbeit so lange fortgesetzt, bis keine Gefahr mehr für die Ausübung von Gewalt besteht.

Die Beratungsstelle Gewalt arbeitet nach Methoden, die in der Praxis erprobt sind. Sie orientiert sich dabei an der phänomenologisch-emotionalen Therapie nach Joachim Lempert . Die beratende Person entscheidet im Einzelfall, wie sie methodisch vorgeht und welche Techniken sie einsetzen kann.